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DIE GRUENEN WALTROP | Kraftwerke
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Stellungnahme von Bündnis
90/Die Grünen Waltrop
RP
hat Angst vor Muttertag
Sehr zum Leidwesen des schwarzen Regierungspräsidenten
ist Sonntag nicht nur Muttertag, sondern wahrscheinlich wird auch
seine Landesregierung abgewählt. Dann wird er seinen Hut nehmen
müssen und kann dann nur noch der Mutter seiner Kinder Geschichten
erzählen. Z. B., dass er „streng nach rechtlichen Kriterien
und sachlich-logischen Erwägungen“ die Rosen im heimischen
Schrebergarten gepflanzt hat.
Mit den rechtlichen Kriterien hat er es bei der Planung von EON auf
jeden Fall nicht genau genommen. Er ist ja wohl der Letzte, der den
Waltropern vorwerfen kann keine Kenntnisse von der Rechtslage im Fall
EON zu haben... >>
Stellungnahme |
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Stellungnahme
zum Dattelner Ratsbeschluss
Mit eindeutiger Mehrheit beschlossen am Mittwoch die Ratsmitglieder
in Datteln, ihre Stadt umzutaufen. Sie wird künftig den Zusatz
"Eonstadt" tragen. „Die Stadt Datteln kauf
ich mir“, dieser Wunsch der EON-Vorstände scheint
in Erfüllung gegangen zu sein.
Nur sonst wird leider keiner in Datteln mehr einkaufen wollen. Die
Dinosaurier-Schlote türmen sich mitten über der Dattelner-City
auf und der Leerstand im Einzelhandel nimmt hier jetzt schon bizarre
Formen an. Zukünftig werden sich hier wohl nur noch Reisebüros
und Geschäfte mit vollblinden Sonnenbrillen halten können.
Von letzteren scheinen die Dattelner Ratsmitglieder schon reichlich
Gebrauch gemacht zu haben. Augen zu und durch, den Rechtstaat
und die Bürger links liegen gelassen, wird mit neuen Eolan
unter Strom gesetzt freudig ein neuer Anlauf genommen, um wieder
vor die Wand zu fahren.
Der Ausgang dieses erneut rechtsfreien Anlaufs ist vorprogrammiert:
Totalschaden vor den Gerichten, Bürgermeister muss wegen
Eolan den „Führerschein“ bei der Kommunalwahl
abgeben und Verschrottung der Schlote auf Kosten der Gebührenzahler.
PD Dr. Lars Holtkamp
Bündnis 90/Die Grünen Waltrop |
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E.on Kraftwerk Datteln:
Das Urteil des OVG ist nun rechtskräftig
Die Bezirksregierung hat den Baustopp verhängt
Der E.on-Konzern - und auch die Landesregierung - wären nun
gut beraten, dieses Projekt sofort zu beenden, statt weiterhin mit
allen möglichen Mitteln bis hin zu Gesetzesänderungen
den Schwarzbau in Datteln nachträglich zu legalisieren. Das
schadet dem Industriestandort NRW.
NRW braucht auch von E.on Milliarden-Investitionen in eine nachhaltige
Energieversorgung in Form von dezentraler Kraft-Wärme-Kopplung
und Erneuerbaren Energien, anstelle von ineffizienten Kohlekraftwerken,
die über 50 Prozent der Energie nutzlos an die Umgebung abgeben. |
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EON Lex - und Alles läuft
wie geschmiert - Gegen jegliches Rechtsempfinden
So geht die NRW CDU und FDP mit den Gesetzen zum Schutz ihrer BürgerInnen
um!
Nachdem nun unsere Landesregierung selbstherrlich gegen jegliche
Klimaschutzvernunft den Schutz-Paragraphen gestrichen hat und sich
als Vertreter der Stromkonzerne entlarvte kommt nun der zweite Streich.
Da der Abstandserlass im Landesentwicklungsplan von E.ON nicht eingehalten
wurde fällt auch dieser der Lobby-Politik zum Opfer! Nun können
Industrie und Stromkonzerne direkt neben ihrem Häuschen bauen
wie sie lustig sind? Was sollen denn Gerichtsurteile und „renitente“
Bürger in unserem Land noch zählen, es reicht doch wenn
wir alle paar Jahre mit der Wahl unsere Stimmen abgeben. Ahnung haben
die Bürger eh nicht und Rechte anscheinend auch nicht mehr, wenn
im Hintergrund (mittlerweile ist es vordergründig geworden) ja
was wohl winkt!
Was würde denn geschehen wenn ich als Bürgerin gegen das
Recht verstosse- wird dann auch der zuständige Paragraph gestrichen
oder durch einen moderateren ersetzt?
Aber hier geht es ja um das so viel zitierte und missbrauchte Gemeinwohl
- das müssen wir doch einsehen. Egal ob uns das in Zukunft krank
machen wird - Opfer müssen gebracht werden, auf dass das Gemeinwohl
sprich E.ON zu seinem Recht kommt.
Das ist Demokratie - wusstet ihr das nicht? |
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„Lex
EON“ und alles läuft wie geschmiert?
Da ist die Klimakonferenz in Kopenhagen und Deutschland
(sprich CDU/FDP- Koalition) hat jede Menge CO2 - Reduzierungsversprechungen
als Köder für die stark betroffenen Entwicklungsländer
im Gepäck.
Da ist unser Umweltminister, der zur gleichen Zeit großartig
proklamiert, dass wir in unserem Land jede Menge neuer Kohlekraftwerke
(als Übergangstechnologie, genauso wie Atomkraftwerke) mit
effizienterer Technik benötigen.
Und da ist im Landtag NRW unsere umweltbewusste? Koalition von CDU/FDP
mit unserem ja so geliebten Landesvater Rüttgers, die einfach
den Klimaparagraphen streichen wollen, damit zum Wohle des Volkes
EON seinen milliardenschweren Schwarzbau nicht abreißen muss.
Ja, alles läuft wie geschmiert in unserem Land, Klima ist nur
etwas für großmäulige Wahlversprechen, ansonsten
– nach mir die Sintflut – ach ja, das passiert ja bereits,
aber Gott sei Dank am anderen Ende der Welt und nicht bei uns!!
Das mit den Hochwasserkatastrophen an Elbe, Donau usw. in den letzten
Jahren war doch nur ein Versehen der Natur, das passiert alle paar
hundert Jahre.
Und wo kämen wir denn hin, wenn die Bürger Klimawandel
ernster nehmen als wir, die ja für die BürgerInnen sprechen.
Die haben uns ja schließlich die Vollmacht mit ihrer Stimme
gegeben und jetzt wollen ein paar Querulanten Demokratie spielen.
Und all diese Klagen von Privatpersonen und Naturschutzverbänden,
die auf einmal recht bekommen, nur weil wir so dösig waren
das Klima und unsere BürgerInnen gegen besseres Gewissen (oder
heißt das Wissen) schützen zu wollen.
Schluss damit - Paragraph streichen und die Welt ist wieder okay
und alles läuft wie geschmiert - nach Recht und Ordnung, ihr
werdet es sehen! Oder auch nicht.
Dies ist der Paragraph, der als „Heil(ung)sversuch“
gestrichen werden soll:
§ 26 Energiewirtschaft
(1) In allen Teilen des Landes sind die Voraussetzungen für
eine ausreichende, sichere, umweltverträgliche und möglichst
preisgünstige Energieversorgung zu erhalten oder zu schaffen;
dabei sind alle Möglichkeiten der Energieeinsparung zu berücksichtigen.
(2) Es ist anzustreben, dass insbesondere einheimische und regenerierbare
Energieträger eingesetzt werden.
(3) Zur Verbesserung des Energienutzungsgrades und aus Umweltgesichtspunkten
sind die Möglichkeiten der Kraft-Wärme-Kopplung sowie
der Nutzung industrieller Abwärme auszuschöpfen. Regionale
und örtliche Energieversorgungskonzepte sollen entwickelt werden. |
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| Kraftwerk
in Datteln
Hier baut E.on
das größte, aus einem Block bestehende Steinkohlekraftwerk
Europas mit einer elektrischen Leistung von 1.100 MW. Das Kraftwerk,
an dem E.on seit 2007 baut und das 2011 in Betrieb gehen soll, wird
6 Mio. Tonnen und damit mehr als dreimal soviel CO2 ausstoßen
wie das benachbarte Alt-Kraftwerk, das durch den Neubau ersetzt
werden soll.
Gegen diesen Kraftwerksbau haben AnwohnerInnen mit
Unterstützung der Deutschen Umwelthilfe e. V. (DUH) geklagt
und jetzt in einer geradezu sensationellen Entscheidung des OVG
Münster Recht bekommen.
Das OVG Münster hat am 10.09.09 den Bebauungsplan
der Stadt Datteln und dadurch auch den immissionsschutzrechtlichen
Vorbescheid für das E.ON-Steinkohlekraftwerk für unwirksam
erklärt. Einmal weil die Planung am jetzigen Kraftwerkstandort
gegen Ziele der Landesplanung verstoße und des Weiteren habe
die Stadt das Gefährdungspotenzial des Kraftwerks und den Schutz
der Bevölkerung im Fall eines Unfalls nicht ausreichend berücksichtigt.
Auch Natur- und Landschaftsschutz so hieß es sei nicht ausreichend
Rechnung getragen worden. Dies waren die kurzen Verlautbarungen
des Oberverwaltungsgerichtes zu ihrem Urteil, das wie eine Bombe
einschlug.
Und nun liegt sie endlich vor, die Begründung zum OVG Urteil
bezüglich des E.on Kraftwerkes in Datteln. 100 Seiten stark
ist die Urteilsbegründung und listet alle Fehler der Stadt
Datteln und der Betreiber von Eon auf, die zum größten
Teil von besorgten Bürgern, Umweltinitiativen und auch uns
Bündnis 90/Die Grünen OV Waltrop in schriftlicher (Einsprüche)
und mündlicher (Anhörungstermin) Form vorgebracht wurden.
Ja, es ist ein kleiner Triumph für all die, die sich nicht
ernst genommen fühlten mit ihren Bedenken. Auch Giganten wie
E.on und solche, die sich als solche gerne sehen würden (wie
die Stadt Datteln) müssen sich an den gesetzlich vorgeschriebenen
Weg halten, und dies ist der eigentliche Sieg. Der Bürger,
oft genug als gleichgültig und dumm angesehen und leider auch
so behandelt, hat mehr Gespür für das was Rechtens und
zumutbar ist bewiesen. Und auch die Umweltinitiativen und die Grünen,
als die unbequemen Neinsager und Fortschrittshemmer diffamiert,
haben richtig gelegen. Es gibt bessere Wege in Zeiten des schon
begonnenen Klimawandels, um Arbeitsplätze zu schaffen, um uns
mit Strom zu versorgen und um der Region Wohlstand zu bringen.
Wir gratulieren den Verantwortlichen zu diesem
Sieg und auch dem Oberverwaltungsgericht Münster, da es ein
wegweisendes Urteil für den Klimaschutz und für die Sicherheit
der BürgerInnen gefällt hat.
>>
das sehr lesenswerte Urteil des OVG Münster zu Datteln
>>
eine aktuelle Liste aller Kohlekraftwerksprojekte in Deutschland
>>
ein Antrag der GRÜNEN Landtagsfraktion aus 2007, der die Unvereinbarkeit
des Neubaus von Kohlekraftwerken mit den Klimaschutzzielen belegt
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| Informationen
zum geplanten Kraftwerk in Lünen
- Baubeginn: Herbst 2008
- Fertigstellung: Herbst 2012
- Leistung: 750 MegaWatt (MW)
- Laufzeit pro Jahr: 8000 Stunden
- Wirkungsgrad: 45%
- Mittarbeiter: ca.75
- Benötigte Fläche: 20ha
- Öffentliche Auslegung der Antragsunterlagen: April/Mai
- Kühlturm: die Rauchgase werden in den Kühlturm eingeleitet
- Kohlelager: überdacht
- Brennstoffe: 100% Steinkohle (nach Trianel aus Australien)
- Anlieferung der Kohle: 100% per Schiff
- Kühlturmabflut: das Kühlwasser soll in die Lippe eingeleitet
werden
- Entsorgung der Asche: Abtransport zu 75% per Schiff und 25% per
LKW (nach Skandinavien)
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mehr Infos |
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| Links
für weitere Informationen:
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Grüne Datteln
>>
Initiative MegA
>>
BUND
>> Die 2.000 Megawatt-Studie von Greenpeace
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